Saunaofen mit Gasbetrieb – einfache und effiziente Saunaheizung

Gasofen für die Sauna
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Neben dem traditionellen Sauna-Holzofen und einem elektrisch betriebenen Saunaofen gibt es noch den Saunaofen mit Gasbetrieb. Diese Variante der Saunabeheizung ist in einiger Hinsicht eine Besonderheit. Wir zeigen Ihnen, welche besonderen Eigenschaften die Gasheizung hat und worauf Sie beim Kauf achten sollten.


Saunaofen mit Gasbetrieb- alle wichtigen Fakten in Kurzform

  • Gasöfen für die Sauna sind seltener, als Elektroöfen
  • Gas verursacht geringe Betriebskosten
  • Der Gasofen kann mit Flüssig- oder Erdgas betrieben werden
  • Der Installationsaufwand für Saunaöfen mit Gasbetrieb ist hoch
  • Ein Gasofen heizt die Sauna aufgrund seiner Leistungsstärke sehr schnell auf
  • Gas-Saunaöfen sind sehr langlebig
  • Mit Gas betriebene Saunaöfen liegen im Preis über ihren Verwandten

Gas-Saunaöfen von diversen Anbietern

Zu Redaktionsschluss haben wir keine Gas-Öfen für Saunen ausfindig machen können. Allgemein können wir elektrische Saunaöfen immer empfehlen, weshalb wir Ihnen nachfolgend ausgewälte elektrische Saunaöfen diverser Anbieter zeigen können.

Besonderheiten beim Gas-Saunaofen

Ein Saunaofen mit Gasbetrieb ist im Vergleich zum Saunaofen mit Elektrobetrieb oder Saunaofen mit Holzbetrieb am teuersten. Auch die Verlegung der Gasrohre, also die grundlegende Installation, ist kostenintensiv, vorausgesetzt, Nutzer entscheiden sich für die Direktleitung und nicht für eine wiederauffüllbare Gasflasche. Die Konsequenz daraus ist, dass die Lebensdauer eines Ofens recht lange währt. Größtes Argument für einen Saunaofen mit Gasbetrieb sind die laufenden Kosten, die verhältnismäßig gering sind. Bei der Anschaffungkönnen sich Nutzer zwischen den Brennstoffen Flüssiggas und Erdgas entscheiden. Beide Varianten arbeiten rauch- und rußfrei.

Standortwahl für einen Sauna-Gasofen

Die Standortwahl eines mit Gas betriebenen Ofens für die Sauna gestaltet sich einfach, denn es sind verschiedene Modelle auf dem Markt. Es gibt gasbetriebene Saunaöfen, die ausgesprochen platzsparend für die Wandmontage konzipiert sind. Dann sind spezielle Schutzvorrichtungen erforderlich, die herstellerseitig variieren. Prinzipiell geht es dabei um den Schutz der Umgebung vor Überhitzung, der mittels feuerfester Verkleidung gefährdeter Teile erreicht wird.

Üblicherweise werden gasbetriebene Saunaöfen in einer Ecke aufgestellt. Dann sollte der Abstand zur Wand mindestens 30 cm betragen. In beiden Fällen ist ein feuerfester Untergrund bzw. eine feuerfeste Rückwand erforderlich.

Funktion des Gasofens – Vergleichbar mit einem Elektroofen

Wie bei einem Elektroofen auch, übertragen Saunasteine die Wärme in die Saunakabine. Diese Wärme ist angenehm und verteilt sich genauso in der Saunakabine, wie Wärme, die durch andere Brennmittel erzeugt wird. Die Durchführung von Aufgüssen ist ebenfalls problemlos möglich. Generell ist das Heizprinzip vergleichbar. Der Gasofen zieht durch eine Öffnung am Boden des Gerätes kühle, sauerstoffreiche Luft ein. Diese wird im Falle des Gasofens über die Heizrohre erhitzt und auf die Saunasteine übertragen. Die Saunasteine geben die Wärme in die Saunakabine weiter.

Technische Merkmale einer Sauna-Gas-Heizung

Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, braucht der Brenner des Gasofens eine ausreichende Luftzufuhr. Diese wird entweder per Ventilator zugeführt oder per Luftklappe. Ideal ist ein Druck zwischen 6 und 7 mbar, bei vielen Öfen liegt der Mindestdruck zwischen 3 und 4 mbar. Der Gasbrenner ist in vielen Fällen mit einer 230 V Schaltung ausgestattet. Um eine kleine Saunakabine zu beheizen, ist ein Ofen mit etwa 6 kW Heizleistung ausreichend. Für eine große Kabine sollte die Heizleistung des Saunaofens bei mindestens 9 kW liegen.

Die Brennerautomatik ist das Herzstück eines gasbetriebenen Saunaofens. Die Automatik ist vor allem verantwortlich für:

  • Steuerung der Gaszufuhr (wann und wie viel)
  • Signalgebung (um Störungen zu melden)
  • Zuführung des mit Luft-Gas-Gemischs zum Brenner (er entzündet das Gemisch an der Gasflamme)
  • Sicherungsmechanismus (stellt sicher, dass sämtliches Gas verbrennt und nicht unverbrannt ausgeleitet wird)

Sollte zum Beispiel die Flamme verlöschen, wird die Gaszufuhr automatisch abgeschaltet. Es liegt in der Natur der Sache, dass nur bei ausreichendem Unterdruck Gas in den Brenner fließen kann. Stimmen die Druckverhältnisse nicht, schaltet die Automatik ebenfalls ab und sichert ein weiteres Mal vor möglichen Schäden. Damit dieser Mechanismus funktioniert, weisen Gasöfen für den Betrieb in einer Sauna einen sogenannten Unterdruckventilator auf.

Damit ein gasbetriebener Saunaofen für einen Aufguss geeignet ist, braucht es einen Wärmespeicher. Dabei werden entsprechende Saunasteine benutzt, weil sie ausgezeichnete Speicher darstellen und durch das aufgegossene Wasser nicht sofort abkühlen. Auf diese Weise wird die Wasserdampfproduktion gewährleistet.

Kaufkriterien für gasbetriebene Saunaöfen

Damit Nutzer bei der Auswahl des gasbetriebenen Saunaofens eine gute Entscheidung treffen können, sollten Sie sich mit verschiedenen Kriterien beschäftigen. Damit der gasbetriebene Saunaofen geregelt werden kann, ist eine Steuerung nötig. Auf dem Markt sind viele verschiedene Saunaregelungen separat erhältlich. Nur wenige sind speziell für Gasöfen konzipiert. Sie müssen in der Lage sein, den Gasbrenner und den Ventilator anzusteuern. Je nach Hersteller ist der Regler ganz praktisch direkt am Gasbrenner zu montieren oder aber die Montage ist in einem gesonderten Technikraum bzw. außerhalb einer Sauna erforderlich. Verbraucher sollten sich im Einzelnen bei den Herstellern darüber informieren und sich an die Vorgaben halten.

Ein weiteres Kriterium ist die Heizleistung des Ofens, sie muss an die Größe der Saunakabine angepasst sein. Darüber hinaus kann die Installationsart wichtig sein, denn es gibt freistehende und an der Wand zu befestigende Gas-Saunaöfen. Zudem sollte auch der Preis für den Gas-Saunaofen immer ein wichtiges Kriterium darstellen, denn es gibt hinsichtlich der Preise eine große Bandbreite, sie bewegen sich im mittleren bis hohen dreistelligen Eurobereich.

Vor- und Nachteile beim Saunofen mit Gasbetrieb

Die Anschaffung eines Saunaofens mit Gasbetrieb hat ausgesprochen schlagkräftige Vorteile, aber auch einige Nachteile, die Sie zumindest kennen sollten. Die folgende Tabelle listet die wichtigsten auf und kann Sie bei Ihrer Kaufentscheidung unterstützen.

Gas-Saunaofen – VorteileGas-Saunaofen – Nachteile
Die Betriebskosten sind vergleichsweise niedrig. Bei häufiger Nutzung amortisieren sich die Anschaffungskosten schon bald.Um den Ofen mit Gas zu versorgen, sind umfangreiche Installationsarbeiten notwendig.
Der Betrieb per Gas ist erheblich umweltfreundlicher und sauberer als bei anderen Betriebsarten, etwa Holzöfen (Stichwort Emissionen).Die durch Gas erzeugte Wärme wird von Nutzern als weniger angenehm empfunden, als z. B. bei Holzöfen.
Ein Saunaofen, der per Gas betrieben wird, kann verkleidet und somit dem Ambiente in der Sauna optisch angepasst werden.Gasbetriebene Gasöfen für die Sauna haben einen höheren Anschaffungspreis.
Gasöfen sind leistungsstark und heizen eine Saunakabine innerhalb kurzer Zeit auf.
Das für die Öfen benötigte Gas ist relativ günstig.

Fazit

Zugegebenermaßen sind mit Gas betriebene Saunaöfen kostenintensiv, allerdings wird der höhere Kaufpreis schnell durch das günstige Gas ausgeglichen. Auch die einfache Handhabung und die einfache Installation des Ofens selbst sprechen für den Gas-Saunaofen. In Deutschland haben sich gasbetriebene Saunaöfen in Privathaushalten inzwischen gegen die anderen Ofenarten durchgesetzt.