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Holzofen für die Sauna – back to the roots

Holzofen für die Sauna
Bildquelle: sdrug07 / Shutterstock.com

Wer das ursprüngliche Gefühl eines Saunagangs genießen möchte, der braucht einen Holzofen für die Sauna. Der mit Holz befeuerte Saunaofen ist die traditionelle Art, die eigene Sauna zu erhitzen. Allerdings ist der Einbau nicht ganz einfach. Wir zeigen Ihnen, was für einen mit Holz befeuerten Ofen spricht, worauf Sie beim Kauf achten sollten und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, wenn Sie einen Holzofen für die Sauna bevorzugen.


Alle wichtigen Infos zum Holzofen für die Sauna auf einen Blick

  • Der Holzofen ist die ursprünglichste Art der Saunabeheizung
  • Es wird ein Anschluss für den Kamin oder Schornstein benötigt
  • Saunaöfen für Holz bestehen meist aus stabilem, wärmeleitendem Edelstahl
  • Die Öfen müssen EU-Normen und vorgeschriebene Emissionswerte einhalten
  • Holz-Saunaöfen gibt es in verschiedenen Größen
  • Die Preise für hochwertige Sauna-Holzöfen bewegen sich vom mittleren dreistelligen bis zum mittleren vierstelligen Eurobereich

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Was bei einem Sauna-Holzofen zu beachten ist

Die Besonderheit beim Sauna-Holzofen besteht vor allem darin, dass er an einen Kamin bzw. Schornstein angeschlossen werden muss, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Außerdem muss immer eine ausreichend große Menge an trockenem Holz vorhanden sein.

Für eine Außensauna ist der Holzsaunaofen gelegentlich eine gute Wahl, für eine Sauna im Keller, auf dem Dachboden oder in der Wohnung auch aus Sicherheitsgründen eher weniger geeignet. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass der Betrieb einer Sauna mit einem Holzofen etwas ganz Besonderes ist, denn das Knistern des Holzes sorgt für das ursprüngliche Sauna-Feeling. Und ein weiterer Vorteil ist offensichtlich: Eine Sauna mit Holzofen ist unabhängig von anderen Energiequellen, denn eine Versorgung der Sauna mit Strom oder Gas ist nicht nötig.

Unterschiede zu anderen Ofen-Varianten

Ein mit holzbetriebener Saunaofen unterscheidet sich hinsichtlich seiner Bauart, der Wärmeleistung und dem Volumen der Steine, die für den ordentlichen Betrieb einer Sauna nötig sind. Alle Saunaöfen für den Holzbetrieb sind aus Edelstahl gefertigt. Grund ist, dass sich mit diesem Material die Luftzufuhr am besten regeln lässt. Außerdem ist Edelstahl ausgezeichnet dazu geeignet, die schweren Steine sicher aufzubewahren.

Maßgeblich beeinflusst die Qualität des Holzes, wie ein Saunagang in einer mit Holz beheizten Sauna ausfällt. Es liegt auf der Hand: je besser die Qualität des Holzes ist, desto intensiver und positiver ist das Saunaerlebnis. Wer sich für die Anschaffung eines Saunaofens mit Holzbefeuerung interessiert, sollte vor allem darauf achten, dass EU-Normen und Emissionsvorgaben eingehalten werden. So müssen Holzöfen für die Sauna seit dem 01. Januar 2015 in Deutschland mit der CE-Markierung versehen sein. Zudem ist vorgeschrieben, dass sie die Werte für die 2. Stufe der BlmSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) erreichen. 

Idealer Standort für den Holz-Saunaofen

Ein mit Holz betriebener Saunaofen darf im Prinzip direkt auf den Boden der Sauna gestellt werden. Dennoch ist es ratsam, einen feuerfesten Untergrund zu installieren. Einen mit Holz betriebenen Saunaofen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Hersteller sind recht kreativ. Sogar runde Ausführungen sind erhältlich.

Die richtige Größe des Holzofens wählen

Ein mit Holz betriebener Saunaofen muss sehr sorgfältig in Bezug auf seine Leistungsfähigkeit ausgesucht werden. Ist die Heizleistung zu niedrig, muss der Ofen stärker und intensiver beheizt werden. Die Konsequenz daraus ist, dass sich die Lebensdauer des Gerätes stark verkürzt. Bei der Wahl eines passenden Produktes sollten Verbraucher bedenken, dass nicht isolierte Wände und Dachoberflächen wie zum Beispiel die folgenden Auswirkungen haben:

  • Ziegelsteine
  • Glas
  • Fliesen
  • Betonböden

Eine fehlende Isolierung kann dazu führen, dass die Leistung des Ofens größer sein muss, als die reine Fläche der Sauna vorgibt. Pro Quadratmeter einer nicht isolierten Fläche sind rechnerisch 1,2 m³ Volumen aufzuschlagen. Soll der mit Holzofen eine Massivholzsauna beheizen, muss das Volumen mit 1,5 multipliziert werden. Die folgenden Beispiele verdeutlichen, worauf es ankommt.

Beispiel 1: Sauna mit gefliester Flächen

Eine Saunakabine mit einem Volumen von 10 m³ und einer gefliesten Fläche von 2 × 3 m entspricht einem Gesamtvolumen von 17,2 m³. Gerechnet wird die geflieste Fläche 2 × 3 m = 6 m², multipliziert mit dem Faktor 1,2. Das ergibt einen Aufschlag von 7,2 m³ zu den 10 m³, also insgesamt 17,3 m³.

Beispiel 2: Massivholzsauna

Eine Saunakabine mit 10 m³ aus Massivholz entspricht mit Blick auf die Leistungsfähigkeit des Holzofens einem Gesamtvolumen von 15 m³. Das ergibt sich aus dem Multiplikator 1,5 auf das Grundvolumen von 10 m³.

Es ist grundsätzlich empfehlenswert, sich mit einem Händler bzw. mit dem Hersteller über die Auswahl des richtigen Ofens auszutauschen und umfassend beraten zu lassen.

Luftregulierung im Holzofen

Ein Holzofen ist im Prinzip eine Brennkammer, die mit einer Anschlussöffnung für die Zuluft, einer Anschlussöffnung für die Abluft, einer Öffnung für den Ruß sowie einem Aschekasten ausgestattet ist. Um die Holzscheite in den Ofen hinein zu legen, ist der Holzofen mit einer Ofentür ausgestattet.

Brennmaterial für einen Holzofen

Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, ist der Holzofen in erster Linie dazu gemacht, dass in ihm trockenes Holz verbrannt wird. Die Feuchtigkeit der Holzscheitel nimmt nämlich maßgeblich Einfluss auf die Verbrennung und die Effizienz. Je trockener das Saunaholz ist, desto besser ist der Heizwert. Die Brennwerte der Holzsorten sind stark unterschiedlich. Im Vergleich: 10 Scheite Birkenholz haben dieselbe Heizkraft, wie 8,5 Scheite Buchenholz. Falls zu viel Holz mit hohem Brennwert im Ofen auf einmal angefacht wird, leidet das Material. Unterm Strich wird das Material früher ermüden und die Lebensdauer des Ofens verkürzt sich. Folgende Materialien dürfen in einem Holzofen für die Sauna nicht verbrannt werden:

  • Spanplatten
  • Plastik
  • Kohle
  • Briketts
  • Pellets
  • Lackiertes oder imprägniertes Holz
  • Gartenabfälle
  • Gummi

Positiv formuliert bedeutet dies, dass in einem für Holz gedachten Saunaofen ausschließlich trockenes, abgelagertes Holz verbrannt werden darf.

Die Saunaofensteine für einen Holzsaunaofen

Die Saunaofensteine sollten nicht zu klein sein. Es ist besser, wenn sie ein gewisses Volumen mitbringen, denn bei einem Aufguss kühlen sie auf diese Weise nicht zu schnell ab und liefern stattdessen den gewünschten Dampf. Ein Durchmesser zwischen 10 und 15 cm ist ideal. Im Handel sind spezielle Saunasteine unterschiedlicher Gesteinsarten erhältlich, beispielsweise aus:

  • Peridotit
  • Olivin-Dolerit
  • Olivin

Verbraucher sollten davon absehen, Steine zu benutzen, die sie in der Natur aufgelesen haben. Die gekauften Saunasteine sollten zuerst gereinigt und dann so in der vorgesehenen Schale platziert werden, dass die großen Steine unten und die kleinen Steine oben liegen. Wichtig ist, dass zwischen den Steinen Luft zirkulieren kann. Falls der Saunaofen mit einem Rost ausgestattet ist, sollten keine Steine diesen Rost versperren. Auch zwischen dem Rost und dem Ofenkörper haben die Saunasteine nichts zu suchen.

Der Betrieb eines Holzsaunaofens

Ein Holzofen macht mehr Arbeit, als ein elektrischer Holzofen oder mit Gas betriebener Ofen. Während sich bei den soeben genannten Varianten die Inbetriebnahme auf das Einschalten des Ofens beschränkt, ist bei einem Holzofen einiges zu beachten:

  • Zunächst einmal ist es nötig, dass der Aschenkasten geleert ist. Das sorgt für ein unkompliziertes Anfeuern des Ofens.
  • Dann müssen die Holzscheite im Ofen aufgeschichtet werden, im Idealfall kommen kleine, sehr trockene Holzscheite zum Anfachen zum Einsatz. Viele Nutzer glauben, dass die kleinsten Scheite unten und die größeren Scheite nach oben gehören. Bei einem Saunaofen sollte es genau umgekehrt sein. Die großen Stücke Brennholz gehören nach unten und die kleineren nach oben. Grund ist, dass ein Feuer, das von der Spitze her angefacht wird, erheblich weniger Emissionen produziert.
  • Nach dem Anzünden ist die Tür zu schließen und das Feuer durch Öffnen einer Luftklappe oder des Aschekastens mit Sauerstoff zu versorgen. Wenn das Feuer einmal brennt, lässt sich die Luftzufuhr herunter regeln, so dass das Feuer milde, aber stetig brennt.
  • Nutzer sollten als Faustregel im Hinterkopf haben, dass die Temperatur in der Saunakabine 100° Celsius nicht überschreiten soll. Wer den Holzofen zu stark anfeuert, strapaziert ihn über Gebühr und überhitzt eventuell die Saunakabine. Das birgt gesundheitliche Risiken sowie Brandgefahr in sich.

Aufgüsse auf einem Holzofen

Damit der Saunaofen lange hält, sollte das benutzte Aufgusswasser frei von schädlichen Inhaltsstoffen wie Salz, Kalk oder Eisen sein. Zu salzhaltiges Wasser greift die Oberfläche an und lässt das Material vorzeitig rosten. Das Saunawasser sollte nur auf die dafür vorgesehenen Steine gegossen werden. Gerät es versehentlich auf die Oberfläche des Ofens, kann sich dieser unter schlechten Umständen aufgrund des großen Temperaturunterschiedes verformen und Dellen bilden. Außerdem besteht Verbrennungsgefahr durch wegspritzende Wassertropfen.

Wartungsaufwand von Holzöfen

Die Wartung für einen Holz-Saunaofen ist vergleichsweise aufwendig. Wie schon gesagt ist es erforderlich, die Schublade mit der Asche regelmäßig zu leeren. Außerdem sammeln sich Ruß und Asche in den Rohren und Übergängen an. Diese müssen je nach Menge der Ablagerungen manuell entfernt werden. Saunasteine minderer Qualität können aufgrund der großen Hitzeentwicklung und der starken Temperaturunterschiede schnell brüchig oder rissig werden. Sie sind in Abhängigkeit von ihrer Qualität zum Beispiel einmal jährlich zu überprüfen und teilweise oder vollständig auszutauschen. Bei diesem Kontrollgang empfiehlt es sich, Staub und abgeplatzte Gesteinssplitter, die sich erfahrungsgemäß im unteren Teil des Saunaofens ansammeln, zu entfernen.

Der Betrieb eines mit Holz befeuerten Saunaofens ist verhältnismäßig schmutzig. Der Schmutz und der Staub setzen sich außen am Ofen fest, lagert sich am Rauchabzug sowie innerhalb und außerhalb der Anschlussrohre an. Besonders, wenn der Saunaofen längere Zeit nicht in Betrieb war, sollte er von diesen Ablagerungen befreit werden. Auch die Saunakabine wird durch Rauch verschmutzt und sollte regelmäßig gereinigt werden.

Manchmal geschieht es, dass sich im Abzugsprofil Ruß ansammelt. Dabei besteht die Gefahr, dass die Rußablagerungen als Brandherd fungieren. Dieses Problem kann sich ergeben, wenn das Holz nur unvollständig verbrannt wird oder der Schornsteinfeger nicht regelmäßig gekehrt hat. Gerät eine Rußablagerung einmal im Brand, ist Gefahr in Verzug. Sofort sind Aschekastenofentür und Rauchabzug zu verriegeln und die Feuerwehr zu rufen. Keinesfalls sollte der Rußbrand eigenständig mit Wasser gelöscht werden, denn es könnte zu Ohnmacht, Vergiftungen und Verbrennungen kommen.

Preise für Holz-Saunaöfen

Wie hoch der Preis für einen Sauna-Holzofen ist, entscheidet letztlich seine Qualität und die Größe. Es werden Öfen ab etwa 750 Euro angeboten, man kann sich aber auch für einen Saunaofen entscheiden, der mehr als 1.700 Euro kostet. Wichtig ist es, die zur Sauna passende Ofengröße zu wählen.

Kaufkriterien für den passenden Holzsaunaofen

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Sauna und einen Holzofen zuzulegen, achten Sie beim Kauf besonders auf die folgenden Aspekte:

  • Die Heizleistung muss zum Volumen der Sauna passen. Dazu ist das Volumen vorab korrekt zu berechnen (Zuschläge beachten)
  • Zum ordnungsgemäßen Betrieb sollte ausschließlich abgelagertes, trockenes Holz mit angemessenen Brennwert benutzt werden.
  • Der Saunaofen sollte mit einer unkompliziert zu regulierenden Luftklappe versehen sein, damit der an Feuerungsprozess einfach ist und der weitere Betrieb auch unerfahrenen Nutzern gelingt.
  • Es sollten passende Saunasteine zum Betrieb mit im Lieferumfang enthalten sein oder angeschafft werden.
  • Der Korb für die Saunasteine sollte einen großzügigen Durchmesser aufweisen, damit Saunaaufgüsse risikolos durchgeführt werden können.
  • Passendes Zubehör für die Reinigung und Wartung des Holzofens sollte vom Hersteller mit angeboten werden und bestenfalls im Lieferpaket enthalten sein.

Vor- und Nachteile beim Holzofen für die Sauna

Wie jede Ofenvariante, so gibt es auch beim Holzofen für die Sauna Vor- und Nachteile gleichermaßen. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die wichtigsten und kann so als Entscheidungshilfe dienen.

Vorteile beim Sauna-HolzofenNachteile beim Sauna-Holzofen
Beim Heizen mit Holz werden keine anderen Energiequellen benötigt.Durch das Befeuern mit Holz entstehen umweltschädliche Emissionen.
Holz erzeugt eine sehr angenehme, entspannende WärmeEs wird ein Kamin bzw. Rauchabzug benötigt.
Mit einem Holzofen lassen sich hohe Temperaturen erzeugen.Man kann den Ofen temperaturtechnisch schlecht steuern (zudem gibt es keinen Biobetriebsmodus).
Das Vorheizen mit dem Holzofen ist kostengünstig.Der Reinigungsaufwand ist höher (Schmutz, Holzstaub, Asche)
Im Vergleich zum Elektroofen direkte und bessere Kostenkontrolle und grundsätzlich niedrigere Kosten (nur für das Holz).Man braucht Platz für das Saunaholz.

Zum Betrieb ist die Genehmigung des Schornsteinfegers notwendig.

Es besteht erhöhtes Brandrisiko bei unsachgemäßer Nutzung.