Richtige Ernährung vor und nach der Sauna

Pasta

Jeder Saunagänger weiß, dass man in der Sauna ordentlich schwitzt und so viele Mineral- und Nährstoffe aus dem Körper geschwemmt werden. Aber die Hitze hat noch einen weiteren Effekt, sie ist eine große Herausforderung für den gesamten Organismus, also auch den Magen. Daher ist es sinnvoll, auf eine gute Ernährung zu achten. Ob man vor oder nach der Sana essen sollte und welche Lebensmittel die beim Saunieren verlorengegangenen Stoffe wieder auffüllen, verrät dieser Beitrag.


Fakten zum Essen vor und nach der Sauna

  • Mit ganz leerem Magen sollte man nicht in die Sauna gehen
  • Direkt vor den Saunagängen sind nur kleine Snacks und sehr leichte Mahlzeiten sinnvoll
  • Auch zwischen den Saunagängen sind schwere Mahlzeiten kontraproduktiv, weil sie den Verdauungstrakt belasten
  • Trinken ist nach den Saunagängen sinnvoll, allerdings sollte kein Alkohol konsumiert werden
  • Wer zwischen den Aufgüssen Durst hat, trinkt am besten kleine Mengen, keine ganzen Flaschen
  • Beim Thema Hunger und Durst in der Sauna sollte man stets auf seinen Körper hören

Warum man vor den Saunagängen wenig und leicht essen sollte

Smoothie als Zwischenmahlzeit

Vor allem Saunaneulinge machen oft den Fehler und hauen sich vor dem Gang zum Schwitzen noch so richtig den Bauch voll. Dies ist ein Fehler und der Grund dafür ist, dass die Verdauung viel Arbeit für unseren Organismus bedeutet. Um die wichtigen Bestandteile aus der Nahrung zu filtern und sie dorthin zu transportieren, wo sie benötigt werden, muss der Körper sehr viel Energie verwenden. Beispielsweise schickt er einen Großteil des Blutes zur Aufnahme der verwertbaren Bestandteile der Nahrung in Richtung Darm. In dieser Zeit werden andere Bereiche weniger versorgt.

Wie viel Energie die Verdauung erfordert, zeigt sich beispielsweise daran, dass viele Menschen nach dem Essen müde werden. Ursache ist der erhöhte Energiebedarf des Organismus für die Verdauungsprozesse. Aus diesem Grund nimmt man unmittelbar vor dem Gang in die Sauna höchstens Kleinigkeiten zu sich, vielleicht:

  • einen Energieriegel
  • den Lieblings-Smoothie
  • einen Salat
  • ein kleines Samen-, Flocken- oder Körner-Müsli
  • frisches Obst (z. B. Banane, Beeren, Äpfel)
  • eine nicht zu heiße Suppe

Auf Schweinebraten, Steak oder Fisch mit fettigen Beilagen und/oder schweren Soßen sollte man hingegen unbedingt verzichten. Für ihre Verarbeitung müssen Magen und Darm ordentlich Energie aufbieten.

Wie lange vor dem Saunabesuch sollte man essen?

In Anbetracht dessen, dass der Magen eine gewisse Zeit braucht, um die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten und weiterzuschicken, raten Experten dazu, spätestens ein bis zwei Stunden vorher ein leichtes Essen zu sich zu nehmen. Je leichter verdaulich die Nahrung ist, desto einfacher hat es der Magen-Darm-Trakt.

Wer genug Zeit hat, der kann sich auch im meist vorhandenen Bistro oder Restaurant des Thermalbades oder des Spa, die man besucht, eine Kleinigkeit kaufen. Dann heißt es aber erst einmal eine Stunde relaxen, bevor man sich zum Schwitzen in die Sauna setzt. Natürlich kann man sich auch einen Salat oder ein belegtes Brot mitnehmen und es vor Ort essen. So lässt sich auch noch Geld sparen.

Zwischenmahlzeiten mit Vorsicht genießen

Bananen als Zwischenmahlzeit
Bananen sind ideal als Zwischenmahlzeit, denn Sie belasten den Darm nicht und geben Energie.

Saunieren macht zugegebenermaßen Appetit und Durst, was sicher auch an den ausgeschiedenen Stoffen liegt. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn man zwischen den Saunagängen nichts trinkt. Der Grund hierfür ist einfach: Durch das Schwitzen erhält der Organismus das Signal zur Entgiftung und Entschlackung. Trinkt man dann etwas, wird dieser für den Körper wichtige Prozess unterbrochen.

Dennoch sollte man unbedingt auf die Signale seines Körpers hören und zumindest kleine Mengen trinken, wenn man Durst verspürt. Auf diese Weise lassen sich auch Kopfschmerzen vermeiden. Muss man zwischen den einzelnen Saunagängen etwas trinken, ist es besser mehrmals kleine Mengen zu sich zu nehmen und nicht einen halben Liter Wasser auf einmal „hinunterzustürzen“. Diese Methode hat übrigens auch den Vorteil, dass man während des Saunabesuchs nicht ständig zu Toilette muss, weil die Blase voll ist.

Zwischen den einzelnen Gängen in die Sauna schadet es sicher nichts, wenn man ein Stück Banane oder ein Stück vom Energieriegel isst. Eine ganze Mahlzeit sollte man hingegen nicht zu sich nehmen. Es gilt grundsätzlich die Regel, dass Essen und Saunieren schlicht nicht wirklich gut zusammenpassen. Der Stoffwechsel des Körpers ist ganz auf Schwitzen eingestellt. Der Blutdruck erhöht sich, die Körpertemperatur steigt, Giftstoffe werden in Richtung Haut bzw. Drüsen transportiert und die Schweißdrüsen scheiden vermehrt Flüssigkeit aus.

In dieser Situation viel zu essen würde bedeuten, den Organismus doppelt zu belasten, denn wenn der Magen Nahrung erhält, werden die Verdauungsprozesse gestartet. Wer den Fehler schon gemacht hat, kurz vor der Sauna zu essen, der kennt vermutlich die möglichen Folgen:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit

Wer diese Symptome verspürt, sollte die Sauna verlassen und sich eine halbe Stunde in den Ruhebereich zurückziehen. Anschließend sollten die Saunagänge im Normalfall kein Problem mehr darstellen.

Nach der Sauna: Trinken, trinken, trinken

Mineralwasser mit Zitrone

Der Körper verliert mit dem Schweiß viele wichtige Mineral- und Nährstoffe, wodurch ein kurzzeitiger Mangel entstehen kann. Diesen muss man unbedingt wieder ausgleichen. Deshalb ist es ratsam, nach den Saunagängen reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Verzichten sollte man aber auf Kaffee, Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke. Sie entziehen dem Körper entweder noch mehr Wasser oder belasten ihn sehr. Folgende Getränke kann man bedenkenlos zu sich nehmen:

  • Mineralwasser
  • Leitungswasser
  • Fruchtsäfte/Fruchtschorlen
  • Tee ohne Zucker

Die Temperatur der Getränke darf nicht zu kalt oder zu heiß sein, da dies wiederum zu einer erhöhten Belastung des Magen-Darmtraktes führen kann. Auch nach dem Saunieren gilt, dass man sein Getränk nicht mit einem Mal austrinken sollte. Besser sind kleine Schlucke mit Pausen dazwischen. Das trägt zur Entlastung des Körpers bei.

Beim Essen und Trinken in der Sauna: Auf den Körper hören

Im Internet kursieren viele unterschiedliche Ansichten, was das Essen und Trinken vor, während und nach dem Saunieren angeht. Viele der wichtigsten Informationen wurden hier vorgestellt. Letztlich ist es aber immer am sinnvollsten, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören.

Er zeigt uns an, was er benötigt bzw. mit welchen Dingen er versorgt werden möchte, um zu funktionieren. Deshalb gilt: Wer beim Saunieren Durst bekommt, der trinkt in Maßen und wem beim Schwitzen der Magen knurrt, dem ist es natürlich gestattet, etwas Leichtes zu essen.

Ein Fehler mit eventuellen gesundheitlichen Folgen wäre es, die Signale, die wir uns sozusagen selber geben, einfach zu ignorieren. Das führt nur dazu, dass man sich die ganze Zeit unwohl fühlt und die Zeit in der Sauna nicht richtig genießen kann.