Gründe für einen Saunakauf

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Es gibt viele gute Gründe, warum Verbraucher einer Sauna kaufen. Bei den wenigsten Saunabesitzern handelt es sich beim Kauf der Saunakabine um eine spontane Entscheidung.

Entweder ist man schon eingefleischter Saunagänger in öffentlichen Saunen und möchte auf die Anfahrtswege verzichten oder die Saunakosten senken oder man geht noch gar nicht in die Sauna und möchte aus gesundheitlichen Gründen und aus Wellness Gedanken eine Sauna im trauten Heim errichten. Verschiedene Gründe beeinflussen also die Entscheidung zum Saunakauf und auf diese gehen wir nachfolgend etwas genauer ein.

Saunieren ohne Anfahrtszeiten zu haben

Eingefleischte Saunagänger wissen die positiven Effekte des kontrollierten Schwitzens auf ihre Gesundheit zu schätzen. Sie gehen regelmäßig in die Sauna, manche Woche für Woche, andere sogar noch häufiger. Sie lieben es, in die Sauna zu gehen und das ist auch der Grund, warum sie sich für eine Heimsauna entscheiden. Der Wohlfühlfaktor steht bei ihnen ganz oben.

Manchmal befindet sich die Lieblingssauna so weit weg, dass die Anfahrt einfach zu lange dauert und der Entspannungsfaktor durch die Anreisezeit bzw. Abreisezeit erheblich leidet. Wer zu Hause eine eigene Sauna hat, der kann sich jederzeit zum Saunagang fertigmachen und am Ende absolut relaxt im eigenen Bett einschlafen. Für die Gestaltung der Umgebung ist jeder selbst verantwortlich. Einladende Ruheliegen, kuschelige Saunahandtücher und Decken, die Lieblings-Relaxmusik und der bevorzugte Aufguss sorgen für ein individuell perfektes Rundum-Sorglos-Paket in Eigenregie. Das verspricht maximale Entspannung in den eigenen vier Wänden.

Kosten sparen durch Anschaffen einer eigenen Sauna

Wer in die Sauna will, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen. Qualitativ hochwertige Bäderlandschaften und Thermen mit angenehmen Ruhezonen und adäquaten Ausstattungsmerkmalen gibt es nicht zum Nulltarif.

Während ein zweistündiger Saunaaufenthalt in einer durchschnittlichen Therme um die 20 € kostet und die Tageskarte mit 50 € zu Buche schlägt, kann es in gehobenen Anlagen mit exklusiver Ausstattung in bevorzugter Lage ein Vielfaches davon kosten. Insbesondere in Großstädten sind die Preise recht üppig.

Zum Eintrittsgeld kommen weitere Kosten wie Fahrtkosten und Parkgebühren, Nutzungsentgelte für den Spind und Kosten für Getränke und Speisen dazu. Auch Wellnessanwendungen oder die Nutzung einer Sonnenbank wird extra abgerechnet und muss bezahlt werden. Ein Saunabesuch in einer externen Sauna kann deshalb stark ins Geld gehen. Wer regelmäßig in die Sauna geht, muss dafür ein gewisses Budget zur Verfügung haben.

Um zu ermitteln, ob sich die Installation einer Sauna lohnt, müssen alle Investitionskosten berücksichtigt werden. Dazu gehören zum Beispiel bei einer Dachbodensauna auch die Kosten für die Dämmung der Dachflächen und den eventuell nötigen Einbau von Dachfenstern. Unabhängig vom Installationsort der Sauna (Keller, Garten, Dachboden, Wohnung) müssen Verbraucher die Kosten für die erforderlichen Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen sowie die Anschaffung der Sauna nebst Zubehör berücksichtigen. Falls sogar eigens eine Dusche oder ein Tauchbecken installiert wird, so sind auch diese Kosten einzurechnen.

Die Gesamtsumme, die sich aus all den Positionen ergibt, ist auf die zu erwartenden Nutzungsdauer runter zu rechnen. Diese liegt bei pfleglichem Umgang leicht bei gut 20 Jahren, in vielen Fällen und bei qualitativ hochwertigen Produkten ist sie wesentlich länger und kann quasi als Einmalinvestition, als „Lifetime-Invest“ betrachtet werden.

Gegenüberstellung der Kosten Heimsauna – Externe Sauna

Untenstehende Tabellen sollen eine Hilfestellung sein, um die ökonomische Seite einer Heimsauna zu betrachten. Es handelt sich um beispielhafte Zahlen. Zur individuellen Berechnung sind die Werte im Einzelfall zugrunde zu legen.

KostenpositionHeimsaunaexterne Sauna
Anschaffung Saunakabine5.000 €0 €
Umbaukosten2.000 €0 €
Anschaffung Zubehör1.000 €0 €
Zwischensumme Anschaffung8.000 €0 €
Betriebskosten/Eintrittsgeld (jährlicher Betrag)300 €1.000 €
Fahrtkosten, Parkkosten0 €250 €

Tabelle: Aufstellung Kostenpositionen Heimsauna und externe Saune

Um die Gesamtjahreskosten für die Heimsauna zu ermitteln, kommt es darauf an, mit welcher Nutzungszeit gerechnet wird.

  • Bei einer voraussichtlichen Nutzungszeit von 30 Jahren sind die jährlichen Betriebskosten mit dem Faktor 30 zu multiplizieren. In unserem Beispiel sind das 30 x 300 € = 9.000 €. Diesen Kosten ist dann die Zwischensumme der Anschaffung hinzuzurechnen. Die beträgt im Beispiel 8.000 €. Zusammengenommen ergeben sich bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren deshalb Kosten in Höhe von 8.000 € + 9.000 € = 17.000 € und bezogen auf ein Jahr (geteilt durch 30) ergeben sich dadurch Kosten in Höhe von 566,00 €.
  • Bei einer voraussichtlichen Nutzungszeit von 20 Jahren sind die jährlichen Betriebskosten mit dem Faktor 20 zu multiplizieren. In unserem Beispiel sind das 20 x 300 € = 6.000 €. Zusammengenommen ergeben sich bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 20 Jahren deshalb Kosten in Höhe von 8.000 € + 6.000 € = 14.000 € und bezogen auf ein Jahr (geteilt durch 20) ergeben sich dadurch Kosten in Höhe von 700 €.
  • Beträgt die voraussichtliche Nutzungsdauer 30 Jahre, müssen 30 x 300 € = 9.000 € für die Heimsauna hinzugerechnet werden. Die Gesamtkosten für eine 30-jährige Betriebszeit liegen bei der Heimsauna im Beispiel folgerichtig bei 8.000 € + 9.000 € = 17.000 €. Das macht ein Nutzungsentgelt von 17.000 € / 30 Jahre = 566 € pro Jahr.
  • Bei einer 10-jährigen Nutzungszeit schlagen rund 1.100 € pro Jahr zu Buche

Untenstehende Tabelle unterstellt der Einfachheit halber gleichbleibend hohe Preise für Eintritt und Fahrkosten/Parkkosten für die externe Sauna. Die Tabelle zeigt auf einen Blick die Gesamtkosten und die sich daraus ergebende jährliche Belastung für eine Heimsauna im Vergleich zur externen Sauna, wobei die Nutzungszeiten 10 Jahre, 20 Jahre und 30 Jahre angenommen wurden.

Kostenpositionen bei verschiedenen Saunatypen

Kosten bei einer Nutzungszeit von 30 Jahren

KostenpositionHeimsaunaExterne Sauna
Gesamtkosten17.000,00 €37.500 €
Jährliche Kosten566,00 €1.250 €

Kosten bei einer Nutzungszeit von 20 Jahren

KostenpositionHeimsaunaExterne Sauna
Gesamtkosten14.000,00 €37.500 €
Jährliche Kosten700,00 €1.250 €

Kosten bei einer Nutzungszeit von 10 Jahren

KostenpositionHeimsaunaExterne Sauna
Gesamtkosten11.000,00 €37.500 €
Jährliche Kosten1.100 €1.250 €

Tabelle: Gegenüberstellung Gesamtkosten/jährliche Kosten mit unterschiedlichen Laufzeiten

Fazit zum Saunakauf ja oder nein

Fazit: In allen Fällen lohnt sich rein rechnerisch betrachtet die Anschaffung einer Heimsauna, weil der Besuch der externen Sauna mit durchschnittlich 1.250 € pro Jahr kostenmäßig immer noch klar darüber liegt. Erst, wenn die aufs Jahr herunter gerechneten Kosten für die Heimsauna höher sind, als das jährliche Entgelt, das für den Besuch einer externen Sauna zu zahlen ist, kippt die Rechnung und Verbraucher sollten prüfen, ob die Anschaffung dennoch sinnvoll ist.

Und das ist auch durchaus möglich, denn: die Anschaffung kann sich grundsätzlich lohnen, zum Beispiel dann, wenn die Zeitersparnis sehr hoch ist oder die gesundheitlichen Aspekte so gravierend sind, dass sie den Mehraufwand individuell rechtfertigen. Gesundheit und Wohlbefinden sind nämlich niemals durch Geld zu ersetzen und drücken sich in vielen Aspekten des Lebens aus, unter anderem in einem stressfreien Freizeitverhalten. Aus diesem Grund ist die Anschaffung einer Heimsauna generell sinnvoll, wenn sie den Alltag entzerrt, Stress vermindert und als wertvolle, im Prinzip unbezahlbare Investition in die persönliche Vitalität und die eigene Gesundheit betrachtet wird.

Öffentliche Nacktheit löst unangenehme Gefühle aus

Was für Anfänger manchmal ganz normal ist, aber mit zunehmender Sauna-Erfahrung in den allermeisten Fällen absolut in den Hintergrund rückt, ist die öffentliche Nacktheit. In gemischten Saunen bewegen sich Männer und Frauen jeden Alters nackt, sitzen oder liegen mitunter recht eng beieinander. Das mag nicht jeder.

Mehr oder weniger öffentliche Nacktheit löst bei manchen Menschen auch nach Jahren gelegentlich unangenehme Gefühle aus, die sich so weit steigern können, dass an Entspannung nicht mehr zu denken ist. Sie fühlen sich beobachtet, sind unangenehm berührt von der Nacktheit der anderen Saunagäste, fühlen sich unwohl und können sich deshalb nicht frei bewegen. Wer dieses Gefühl nicht überwindet, kann sich nicht entspannen und ist mit einer eigenen Sauna besser beraten. In einer Heimsauna fällt der Faktor „öffentliche Nacktheit“ komplett weg.

Besser mögliche Körperpflege (Wellness)

Wer sich mit dem Wellness Gedanken auseinandersetzt, beschäftigt sich auf gesunde Weise mit seinem Körper und dem eigenen Wohlbefinden. Das Thema Körperpflege ist ein wichtiger Bestandteil, um sich wohl zu fühlen. Und die findet nicht nur durch den Saunagang selbst, sondern auch außerhalb der Saunakabine statt. In einer öffentlichen Sauna werden nicht ohne Grund Massageangebote und Wellnessanwendungen wahrgenommen. Die Termine sind manchmal über Wochen hinweg ausgebucht. Zuhause jedoch muss sich niemand mit der rechtzeitigen Reservierung herumärgern. Hier lässt sich die Körperpflege individuell gestalten und jederzeit durchführen.

Produkte für die Haut sollten allerdings erst nach Abschluss des letzten Saunagangs benutzt werden. Denn ansonsten würde die Haut die Pflegestoffe wieder ausschwitzen, die sich dann in der Sauna möglicherweise aufs Holz niederschlagen – das beeinträchtigt den Zustand der Sauna erheblich.

Wer die Haut auf die anschließende Körperpflege vorbereiten will, ist mit einem Peeling gut beraten. Beliebt und wirksam ist Bio-Saunahonig dieser fungiert nicht nur als Peeling, sondern er versorgt die Haut mit reichhaltiger Pflege.

Empfehlenswert ist, die Hautpflegeprodukte nach den individuellen Bedürfnissen auszuwählen. Es gibt Cremes und Salben für fettige Haut, für Mischhaut, für normale Haut, für trockene Haut und für sensible Haut sowie für jegliche Kombination dazwischen. Eine weitere gute Möglichkeit, Körperpflege und Saunagang miteinander zu verbinden ist, die Muskulatur gezielt einzutreiben und damit Beschwerden entgegenzuwirken. Spezielle Hauttonika fördern die Durchblutung und regen den Kreislauf an. Durch das Einreiben mit den Mitteln werden strapazierte Muskeln belebt und die beanspruchte Haut regeneriert sich besser.

Massageöle sind ebenfalls häufig genutzte Produkte in Zusammenhang mit der Körperpflege nach dem Saunieren. Empfehlenswert sind Produkte mit hochwertigen Inhaltsstoffen, möglichst auf Basis nativer Öle.

Wer sich eine Sauna anschafft, für den steht der Punkt Wellness oftmals ganz weit oben. Denn mit der Methode, regelmäßig in die Sauna zu gehen und eine Anwendung zu nutzen, die den Körper, den Geist und die Seele positiv beeinflusst, lässt sich der Grundgedanke von Wellness vollumfänglich realisieren. Es muss nicht immer ein großes Hotel, eine hochwertig ausgestattete Luxus-Bäderlandschaft oder ein volles Wochenprogramm in einer Kureinrichtung sein, um den Effekt von Wellness zu erleben. Wer sich mit dem Thema Wellness beschäftigt wird feststellen, dass es durch 6 verschiedene Merkmale gekennzeichnet ist.

  • Körperliche Fitness: In der Sauna werden Herz und Kreislauf auf sanfte Art trainiert. Das unterstützt die körperliche Fitness.
  • Geistige Beweglichkeit: Wer lernt, seine Gedanken zu kontrollieren und diese während der meditativen Auszeit komplett abzuschalten, schenkt seinem Geist Beweglichkeit durch bewusst kreierte Ruhepausen.
  • Seelische Belastbarkeit: Langzeitstudien haben ergeben, dass Personen, die regelmäßig in die Sauna gehen, seelisch belastbarer sind, als andere Menschen. Das hängt damit zusammen, dass sie gelernt haben, Gelassenheit zu entwickeln, in kurzer Zeit tief zu entspannen und sich selbst wichtig zu nehmen.
  • Im Einklang mit der Natur stehen: Menschen, die regelmäßig in die Sauna gehen, sind mit ihrem Körper meist zufriedener, selbst wenn er unter den allgemeinen Schönheitsvorstellungen als wenig attraktiv zu bezeichnen wäre. Viele Saunagänger bevorzugen Saunieren im Freien und Baden in einem Natursee. Je purer, desto besser.
  • Positive Arbeitseinstellung: Wer in die Sauna geht und lernt, sich selbst wichtig zu nehmen, abzuschalten und einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu nutzen, geht mit mehr Energie zur Arbeit. Pauschal gesagt erleben ausgeglichene Menschen die Arbeit nicht als Mittel zum Zweck, sondern sie neigen eher dazu, sich positiv mit sich und ihrem Broterwerb auseinanderzusetzen.
  • Harmonisches Privatleben: Gelassenheit, Toleranz und die Bereitschaft, seine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen führen dazu, auch mit den Menschen in seiner direkten Umgebung freundlich und respektvoll umzugehen. Das wirkt sich allgemein positiv aufs Privatleben aus.

Saunieren ist also nicht einfach nur schwitzen in einem Blockhaus, sondern Saunieren hat weitreichende Auswirkungen auf Körper, Geist, Seele und die Einstellung zur Umwelt und seinen Mitmenschen. Eine Sauna zu kaufen und sie regelmäßig zu benutzen lässt sich als grundlegende und umfassende Gesundheitsprävention bezeichnen. Dass die Faktoren Entspannung und Genuss gleichermaßen weit oben angesiedelt sind, unterstreicht den Wellnessaspekt ganz deutlich.

Dabei ist die Sauna kein moderner Trend, sondern seit vielen Jahrzehnten fest im Alltag verankert. War es früher eher den zahlungskräftigen Kunden vorbehalten, sich eine so luxuriöse und gesundheitsfördernde Einrichtung ins eigene Heim zu holen, so haben heute aufgrund der attraktiven Angebote auch Normalverdiener die Möglichkeit, sich eine qualitativ hochwertige Saunaanlage zu kaufen. Wellness in den eigenen vier Wänden bedeutet, sich regelmäßig etwas Gutes zu tun. Und zwar dem Körper, dem Geist und der Seele.

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