Vorüberlegungen zur Anschaffung einer Heimsauna

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Bevor eine Sauna angeschafft wird, ist einiges zu bedenken. Denn die Investition soll sich ja langfristig lohnen und deshalb muss die Sauna bedarfsgerecht sein. Die Erfahrung zeigt aber, dass einige Heimsaunabesitzer diese nach wenigen Jahren nicht mehr oft nutzen. Die vermutlichen Hauptgründe dürften hier liegen:

  • Die Sauna erfüllt nicht die persönlichen Ansprüche, ist also nicht bedarfsgerecht ausgewählt.
  • Es fehlt am gewählten Standort am Wellness-Wohlfühl-Ambiente, das in einer gepflegten Saunaanlage üblich ist.
  • Die Entspannung stellt sich nicht ein, weil keine ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten / Entspannungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Das alles sind Faktoren, die sich im Vorfeld bedenken und aus dem Weg räumen lassen.
Wer ein günstiges Saunamodell anschafft, das seinen ganz individuellen Bedürfnissen jedoch nicht Rechnung trägt, verbrennt buchstäblich Geld. Umgekehrt gilt auch, dass eine Saunakabine mit vielfältigen Funktionen, die aber im Alltag überhaupt nicht genutzt werden, genauso verbranntes Geld bedeutet.

Es ist wichtig, sich über die gewünschten Funktionen und Anforderungen im Klaren zu sein. Denn dann rechnet sich die Investition nicht nur alleine auf dem Papier, sondern macht sich auch durch die Zufriedenheit bemerkbar, die sich einstellt, wenn jeder Euro als gut und richtig investiert empfunden wird.

Welche Sauna soll es sein?

Generell sollten sich Verbraucher darüber im Klaren sein, ob sie eine traditionelle finnische Sauna, eine Infrarotkabine oder beispielsweise ein Sanarium wünschen. Sie sollten sich ausführlich über die Möglichkeiten und Unterschiede der verschiedenen Saunaformen informieren und genau wissen, wo Ihre Prioritäten liegen.

Ausstattung und Funktionsumfang klären

Es ist möglich, eine Sauna mit verschiedenen Funktionen auszustatten. Sei es eine Farblichtdusche, Beschallung, Sauerstoffzufuhr oder sonstiges. Soll die Sauna elektronisch gesteuert oder von Hand bedient werden?

Außerdem stellt sich die Frage, welcher Betriebsstoff gewünscht ist. Soll es ein elektrischer Saunaofen, ein Holzofen oder ein gasbetriebener Ofen sein?

Zur Ausstattung einer Sauna zählen außerdem die Saunabänke. Die Anbieter übertreffen sich in mancherlei Hinsicht gegenseitig. Während die einen klassisch treppenartig angeordnete Saunabänke bieten, können Verbraucher bei anderen Anbietern individuell geformte Einzel-Liegen erhalten. Ein umlaufendes Brett zur Ablage von Utensilien gehört genauso zur Ausstattung einer Saunakabine, wie die Festlegung der gewünschten Belichtung.

Als Faustregele gilt: Von der Stange gekauft, also fix und fertig ohne Extrawünsche, ist oft die kostengünstigste Lösung. Individuell geplante Saunakabinen fallen erheblich preisintensiver aus.

Kosten für die Anschaffung und den Betrieb einer Sauna

Wie teuer darf die Sauna sein? Diese Frage ist sicherlich zentral. Verbraucher dürfen nicht vergessen, dass die Anschaffung ins Geld geht, sondern auch Kosten für den Einbau oder Umbau zu Hause nötig werden.

Der Strom- oder Gasanschluss muss gelegt, eine Dusche gebaut, ein Ruheraum eingerichtet werden – außer, es stehen bereits Sanitäre Anlagen und eine Ruhezone zur Verfügung. Manchmal reicht es aus, das eigene Wohnzimmer mit zusätzlichen Relaxliegen auszustatten oder das heimische Badezimmer entsprechend aufzurüsten – vorausgesetzt, es hat eine geeignete Größe. Manchmal macht aber der zusätzliche Einbau eines Whirlpools oder einer Dampfdusche das Wellnesserlebnis zuhause erst perfekt.

Wer deutlich unter 10.000 € investieren will, ist mit einer Einbausauna in Sandwichbauweise gut beraten. Auch einige Massivholzsaunen sind für dieses Geld zu haben – allerdings von der Stange, in Einzelteilen geliefert und zur Selbstmontage. Ein Vergleich der Angebote ist ratsam. Nach oben sind kaum Grenzen in Sicht, denn es gibt eine unglaubliche Vielfalt von Möglichkeiten und Zusatzausstattungen.

Sind die Sauna sowie die erforderlichen Nebenflächen vorhanden, schlagen laufende Betriebskosten zu Buche. Die Betriebskosten der Sauna sind die Kosten, die für den Betrieb, die Pflege- und die Wartung aufgebracht werden müssen:

  • Zum einen sind das die Heizkosten, also die Kosten für Strom, Gas oder Holz.
  • Außerdem wird Wasser verbraucht, die Sauna muss gereinigt und gepflegt, ein Holzofen oder Gastherme gewartet werden.

Über diese laufende Kostenbelastung sollten sich potentielle Käufer informieren, um später kein böses Erwachen zu erleben.

Das Zubehör für die Sauna ist es, was den Saunagang zu einem rundum gelungenen Genuss macht. Für eine Sauna wird unter anderem dieses Zubehör nötig:

Nutzungshäufigkeit und Anzahl der Nutzer

Es liegt in der Natur der Sache, dass jemand, der sich eine eigene Sauna anschafft, diese häufig nutzen will. Je häufiger der Saunabesuch auf dem Plan steht, desto komfortabler sollte die Sauna sowie die Nebenflächen sein. Und es gilt auch, dass jemand, der nur selten die Sauna besucht, den Aufenthalt in einer komfortabel eingerichteten Sauna mehr genießt. Je höher die Anzahl der Nutzer, desto größer sollte die Sauna bemessen sein und desto stabiler die Ausführung. Zu bedenken ist, dass im Zweifel alle Nutzer zur gleichen Zeit in die Saunakabine passen sollen.

Barrierefreie Sauna ja oder nein?

Verbraucher mit einer Geh- oder Sehbehinderung profitieren von einer barrierefreien Sauna. Saunabänke, die sich hochklappen lassen, ein Zugang ohne Stolperkante, großzügiger Rangierraum für Rollstuhl oder Gehhilfen und andere Extras mehr erleichtern den Aufenthalt in der Sauna. Auch wer heute gesund ist und langfristig plant, sollte sich über die Barrierefreiheit Gedanken machen. Nicht umsonst schaffen sich heutzutage selbst junge Menschen barrierefreie Duschen an, warum also nicht auch bei einer Sauna weit vorausschauend denken?

Wer auch im fortgeschrittenen Alter regelmäßig in die eigene Sauna gehen möchte, wird von der Barrierefreiheit, die er in jungen Jahren bedacht hat, später profitieren.

Platzangebot vs. Platzbedarf

Der Platzbedarf für die Sauna hängt von der Anzahl der Nutzer, dem gewünschten Komfort und der Art der Sauna ab. Außerdem kommen Nebenflächen hinzu. Nicht nur die Saunakabine braucht Platz, sondern auch

  • die Dusche
  • die Zone zum Umkleiden
  • der Ruheraum

All diese Punkte sind zu bedenken, denn sie beeinflussen den gesamten Platzbedarf. Wie im Kapitel zur Standortwahl ausgeführt, sollten die erforderlichen Bereiche möglichst in der Nähe der Saunakabine liegen und bestimmte Anforderungen erfüllen, damit der Erholungsfaktor hoch ist.

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